Sankt Bonifatius – Apostel der Deutschen

by Michael Durnan

Sankt Bonifatius, ein englischer Mönch und der erste Erzbischof von Mainz, ist bekannt als Apostel der Deutschen. Er ist auch der Schutzheilige Deutschlands und man sagt von ihm, er habe sich den Weihnachtsbaum ausgedacht.

Sankt Bonifatius wurde im Jahr 675 im angelsächsischen Königreich Wessex geboren und auf den Namen Wynfrid getauft. Wessex bestand aus dem äußeren Westen und Süden des heutigen England. Zum 7. Jahrhundert hin hatten St. Augustine von Canterbury und die von der Lindisfarne-Insel kommenden Mönche St. Aidan und St. Cuthbert die Angelsachsen zum christlichen Glauben bekehrt. Wynfrid war einer der Nutznießer dieses frühen Erblühens der christlichen Kultur und des Lernens.

Die Angelsachsen waren ein germanischer Kriegerstamm, der aus dem nördlichen Europa nach Britannien übersiedelte, nachdem die Römer dieses 410 n. Chr. verlassen hatten. Das Christentum veränderte sie dahingehend, dass es die wilderen Aspekte ihrer heidnischen Kultur beruhigte und befriedete, und ihre ehrenhaften und tugendhaften Qualitäten ansprach.

Kultur und Bildung florierten im christlich-angelsächsischen England unter dem Schutz und der Leitung der neu konvertierten christlichen Könige und der Mönche vin Lindisfarne und Jarrow.

Das Leben eines brillanten Gelehrten
Wynfrid trat im Alter von etwa sieben Jahren in das klösterliche Leben ein, weil ihn die klösterlichen Ideale und die Aussicht auf eine erstklassige Ausbildung ansprachen. Die Mönche erkannten sein akademisches und intellektuelles Potential, und er schien für ein Leben als brillanter Gelehrter vorbestimmt.
Er wurde ein Lehrer der lateinischen Grammatik, schrieb mehrere Abhandlungen und auch lateinische Poesie.

Sein Talent wurde schließlich besonders gewürdigt, als er zum Leiter der Abteischule ernannt wurde. Wynfrids Ruf als hervorragender Lehrer und Gelehrter verband sich mit der Popularität bei seinen Schülern, von denen viele lange Wege auf sich nahmen, um unter seiner Anleitung zu lernen.

Als er etwa 30 Jahre alt war, wurde Wynfrid zum Priester ordiniert. Auch wenn er liebend gerne unterrichtete, so fühlte er sich berufen, als Missionalr zu den heidnischen Völkern Zentraleuropas zu reisen, um ihnen das Licht Christi zu bringen, wissend, dass seine eigenen Vorfahren noch 100 Jahre zuvor in heidnischer Dunkelheit gelebt hatten.

Im Jahre 716 erteilte ihm der Abt Winbert die Erlaubnis zu reisen, und er machte sich auf nach Friesland in den Niederlanden.

Nach seiner Ankunft sah er sich dem starken Widerstand seitens des Stammesfürsten gegenüber, weswegen seine Aufgabe, das Evangelium Christi zu verbreiten, scheiterte. Er kehrte nach Wessex zurück; jedoch verlor er nicht den Mut.

Was der Papst zu Bonifatius sagte
Zwei Jahre später reiste er nach Rom, wo er eine Audienz bei Papst Gregor II. (715-731) hatte.
In einem Brief an seine Schüler schrieb er, dass der Papst ihn mit “einem Lächeln und einem Blick voller Freundlichkeit” empfangen habe und dass er mit ihm in den folgenden Tagen lange und wichtige Gespräche geführt habe, sich über seinen neuen Namen Bonifatius austauschte und ihm in offiziellen Briefen die Mission übertrug, den germanischen Völkern das Evangelium zu predigen.

Ermuntert, inspiriert und getröstet durch die Unterstützung des Papstes und seinen weisen Rat, reiste Bonifatius in die germanischen Länder, und predigte und kämpfte gegen die heidnischen Bräuche, wie Menschenopfer für die nordischen Götter Odin und Thor, wie er auch die grundsätzlichen Ideale christlicher Moral und Ethik verbreitete.

Als der Erzbischof Bonifatius 723 zu Weihnachten aus Rom nach Germanien zurückkehrte, sah er, dass sich die Germanen wieder ihren alten heidnischen Bräuchen zugewandt hatten, und die Wintersonnenwende damit feiern wollten, dass sie eine junge Person unter Odins heiliger Eiche opfern wollten. Er fällte die Eiche, um so die Macht des Chistentums über die der heidnischen Götter zu demonstrieren. Diese historisch verbürgte Begebenheit ist der Ursprung der Legende um den Weihnachtsbaum. Der Legende gemäß ersetzte Bonifatius die gefällte Eiche durch eine Fichte, die er im Gewirr aus Eichenzweigen fand.

Aus seinem tiefen Pflichtgefühl und großem Einsatz heraus schrieb Bonifatius in einem seiner Briefe:

“Wir sind vereint im Kampf für den Tag des Herrn, denn Leid und Elend sind gekommen. Wir sind keine stummen Hunde, schweigsame Beobachter oder Söldner, die vor Wölfen fliehen. Ganz im Gegenteil: Wir sind fleißige Hirten, die über Christi Herde wachen, die den Herrschern und dem einfachen Volk Gottes, den Armen und den Reichen, Gottes Willen predigen ob gelegen oder ungelegen.”

Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Hartnäckigkeit und seinem Organisationstalent erreichte Bonifatius Erstaunliches bei den Heiden, mit denen er zusammentraf. Der Papst belohnte ihn daraufhin damit, dass er ihn zum Bischof für ganz Germanien weihte.

Er führte seine Bemühungen mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Hingabe fort und dehnte seine Mission auch auf das Land der Gallier aus. Der Nachfolger Gregors II, Gregor III, ernannte ihn zum Erzbischof aller germanischen Völker. Erzbischof Bonifatius gründete auch Abteien für Mönche und Nonnen, um sie zu Leuchtfeuern der Erziehung und Kultur in den germanischen Landen zu machen, so wie sie es auch im angelsächsischen England gewesen waren. Das 743 gegründete Kloster Fulda war das Herz und Epizentrum für die Ausbreitung religiöser Spiritualität und Kultur.

Der Tod des Bonifatius
Im Alter von 80 Jahren, er hatte 52 Mönche um sich geschart, schrieb Bonifatius an den Bischof Lull von Mainz, als er sich daran machte, seine gescheiterte Mission bei den Friesen wieder aufzunehmen:

“Ich möchte das Ziel dieser Reise zum Abschluss bringen; in keinster Weise kann ich mir den Wunsch aufzubrechen versagen. Der Tag meines Endes ist nah und die Zeit meines Todes nähert sich. Wenn ich meinen sterblichen Körper abwerfe, werde ich unsterblichen Lohn erlangen. Du, mein Sohn, sollst die Menschen unablässig aus dem Labyrinth der Verfehlung führen, den Bau des Klosters zu Fulda beenden, der bereits begonnen hat, und meine sterblichen Überreste dort zur Ruhe betten.”

Am 5. Juni 754 begann Bonifatius gerade in Dokkum in den heutigen Niederlanden eine Messe zu feiern, als er von einer Gruppe Heiden attackiert wurde. Er verbot seinen Gefährten Vergeltung zu üben und sagte:

“Hört auf zu kämpfen, gebt den Krieg auf, meine Söhne, denn als Zeugen der Schrift sollten wir nicht Auge um Auge, sondern Gut für Böse geben. Das ist der lang erwartete Tag; die Zeit unseres Endes ist gekommen, habt Mut im Herrn!”

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WO BONIFACIUS ERMORDERT WAR: Dokkum in den heutigen Niederlanden

Dies waren seine letzten Worte, bevor seine Angreifer ihn niederstreckten. Seine Überreste wurden in das Kloster Fulda gebracht, wo er ein Begräbnis bekam, wie es einem Märtyrer und Heiligen gebührt.

Seitdem ist der Hl. Bonifatius als „Apostel der Deutschen“ bekannt.

Mariawald

Fragen von Frau Stevens /Antworten von Abt Josef Vollberg OCSO, Mariawald (Germany)                                                                                                 (Februar 2014)

Die Zisterzienserregel gilt als die strengste Klosterregel der Kirche. Zisterzienser haben in der deutschen Landschaft ihre Spuren hinterlassen. (Wie die Mönche im wahrsten Sinne die deutsche Landschaft gestalteten)
 
Mariawald wurde bereits 4 Jahre vor Beginn der Fahrt von Columbus nach Amerika gegründet. Die Abtei liegt in malerische grüne Felder und Wälder gebettet, in der Nähe der deutschen Grenze zu Belgien und Frankreich.
 
Hier gilt wieder, durch eine besondere Erlaubnis Papst Benedikt XVI, die strenge Regel der Trappisten. Die Mönche feiern die traditionelle, lateinische Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.
 
Abt Josef Vollberg OCSO, von Mariawald sprach mit Regina Magazin über seine Abtei, die strengen Regeln und die Anziehungskraft auf Katholiken, die zu den Mönchen kommen um zu beichten, die Messe mit zu feiern und das Leben eines Zisterziensermönches kennenzulernen.

1. Wie viele Jahre ist Mariawald ein Zisterzienserkloster? Wie viele Mönche gab es in der Blütezeit?

Die ersten Zisterzienser kamen am 4. April  1486 nach Mariawald, wo durch die Verehrung einer Pietà eine Wallfahrtsbewegung entstanden war. Dreimal mussten die Mönche das Kloster verlassen: für fast 60 Jahre infolge der Französischen Revolution, dann wieder im Kulturkampf unter Bismarck und schließlich durch die Nationalsozialisten. Aber immer wieder gewährte Gott einen Neuanfang. In der Blütezeit um das Jahr 1900 lebten im Kloster etwa 100 Mönche.

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2. Wie lange sind Sie schon da? Wie viele Mönche haben Sie jetzt?

Ich selbst bin seit 1986 [also genau 500 Jahre nach der Gründung] Mönch in Mariawald. Gegenwärtig gehören zu unserer Gemeinschaft 14 Mönche; 11 leben hier in Mariawald, zwei außerhalb als Einsiedler, und einer ist als Priester in der Schwestern-Abtei „Maria Frieden“ tätig.

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3. Wann haben Sie angefangen, den lateinischen Ritus zu benutzen? Wie viele Ihrer Mönche sind seitdem beigetreten?
Im Sommer 2008 gewährte der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. nach einer Privataudienz die Rückkehr der Abtei zu den älteren Regeln des Ordens und zur Feier der Heiligen Messe im Usus antiquor. Die Reform umzusetzen brauchte es natürlich etwas Zeit, denn etwas Verlorenes kann man nicht sogleich wiederherstellen. Seit 2009 wird bei uns die Heilige Messe regelmäßig nach den Büchern, die 1963 gültig waren, gefeiert.

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Seither melden sich immer wieder Interessenten, die unseren Weg kennenlernen und evt. beschreiten möchten. Zehn von ihnen sind nach langer Prüfung aufgenommen worden, also im Schnitt zwei pro Jahr, aber sieben von diesen haben das Kloster früher oder später wieder verlassen. Der Grund war häufig – im Gegensatz zur vorherigen Einschätzung – mangelnde Eignung und die Tatsache, dass sie sich den Anforderungen der strengen Regel nicht gewachsen fühlten. (Mehr dazu siehe unter Nr. 7.) Von den gebliebenen Dreien hat einer bereits die Ewige Profess abgelegt.

4. Ist es schwierig, die Deutschen Katholiken in der Gegend kennenzulernen? Wissen die Nachbarn, dass Sie den alten Ritus mit Chor feiern? Nehmen sie dort an der Messe teil?

Die Eifel, jene Mittelgebirgslandschaft, in der unsere Abtei liegt, ist eine ursprünglich katholische Gegend. Schwierigkeiten, Kontakt zu Katholiken zu haben, gibt es nicht. Mariawald ist durch die Reform weit über die Region hinaus bekannt.

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Das Hochamt am Sonntag ist meistens gut besucht, obwohl das Kloster sehr einsam liegt und in den benachbarten Orten und Dörfern die Gelegenheit zur Teilnahme am Gottesdienst besteht, dort natürlich im Novus Ordo. Es gibt offenbar eine beachtliche Anzahl von Gläubigen, die den überlieferten Ritus so sehr schätzen, dass sie einen weiten Weg nach Mariawald auf sich nehmen.

                                                                                                      
5. Ist es Ihnen gelungen, viele jungen Menschen zu gewinnen? Was bringt sie, meinen Sie, nach  Mariawald?

Ich glaube, dass unsere Gottesdienstteilnehmer die Struktur der Bevölkerung eher widerspiegeln, als es sonst in den Gemeinden meistens der Fall ist.

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In Mariawald sind nicht nur die Alten, hier sind nicht fast nur Frauen, hier sind auch die Männer zwischen 20 und 40, und sogar ein paar Kinder.  Zu sagen,  wir zögen „viele junge Leute“ an, wäre freilich übertrieben.

Warum kommen diese alle? Vielleicht erleben sie, dass die Ehrfurcht Gott gegenüber, dass die Teilnahme am Mysterium des Opfer- und Erlösungstodes Jesu hier in größerer Angemessenheit mitvollzogen werden kann als in manchen Fehlformen des Novus Ordo. Diese Menschen wollen nicht durch Animation abgelenkt werden; sie lieben die aller Subjektivität enthobene Strenge des Ritus, sie schätzen die im Schweigen und im Schwingen der Gregorianik sich vollziehende Hingabe.

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6. Spenden Sie dort den Laien die Sakramente, beispielsweise die Beichte?  

Da wir keine Pfarrgemeinde sind, beschränkt sich unsere Sakramentenspendung auf die Eucharistie und die Beichte. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen, vor allem Männer, eigens nach Mariawald kommen, um zu beichten. Deshalb gibt es hier nicht nur mehrere feste Beichtzeiten in der Woche, sondern fast zu jeder Zeit kann unser Prior zum Beichtehören gerufen werden.

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7. Können Sie einen Tag im Leben Ihrer Mönche beschreiben?              

Der Tag eines Mönchs in Mariawald beginnt um 2.30 Uhr in der Nacht, denn um 3.00 Uhr fängt der Gottesdienst an. Das Gebet durchdringt die Finsternis und führt aus der Nacht zum Licht des wiederkehrenden Christus. Nach den Vigilien, der ersten der Gebetszeiten, folgen Laudes und Prim, dann die Tageshoren Terz, Sext und Non sowie schließlich die Vesper und um 19.15 Uhr die Komplet, das Nachtgebet. Der Höhepunkt des Tages aber ist am Morgen die Feier des heiligen Messopfers. Indem der Mönch sich mit Christus dem himmlischen Vater zum Opfer darbringt, erfüllt er sein Gelübde, und gleichzeitig leistet er durch dieses Opfer und sein Beten einen stellvertretenden Dienst für die ganze Welt. – Die Zeit zwischen den Gottesdiensten verbringt der Trappist mit geistiger und körperlicher Arbeit, z. B. mit Studium, geistlicher Lektüre, Garten- oder Haushaltsarbeiten. Neben einer möglichen Mittagsruhe bleiben für den Schlaf in der Nacht nur knapp sieben Stunden. Das Essen ist einfach und fleischlos. Im immer gleichen Rhythmus seines Lebens übt sich der Mönch in die zeitlose Gegenwart Gottes ein.

 

 

 

 

 

Latin Mass in a Star Trek Chapel

World-Famous Chapel at MIT Crammed with Students

About 150 young people squeezed into the interfaith chapel at Massachusetts Institute of Technology on February 9, some standing in the aisles and in the vestibules, for the Tech Catholic Community’s first-ever Traditional Latin Mass.

“This chapel does not exactly fit the profile of a traditional Catholic place of worship, to put it mildly,” said Jim Mc Glone, Harvard ’15, of JuvBos, which organized the TLM. “Nevertheless, with some advance scouting we judged that the chapel could accommodate a Solemn High Mass, and photographic evidence now shows that this space can indeed be transformed into a beautiful and fitting place for the Mass of the ages.  In the end, 150 came to that Mass, mostly students who had never seen a TLM before.”

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MIT STUDENTS ON THEIR KNEES AT THE CONSECRATION during the first-ever Latin Mass held in their chapel.

“As you can see from the pictures, the sanctuary is reminiscent of the Transporter on the Starship Enterprise,” blogged Gwyneth Holston, a Catholic artist who attended the Mass. “The very ugliness of the building made me ache with sadness for the poor engineering students who spend their days in grey classrooms and dismal labs. It is a milieu that considers aesthetics nice but superfluous and certainly inferior to ‘useful’ research and design.

“The sanctuary is reminiscent of the Transporter on the Starship Enterprise.”

“The positive result of having mass in such a depressing space is that every detail of the Mass exuded a soothing beauty. Candles, vestments, and incense are used because of the power of their symbolic value, not because they are the most efficient materials for lighting, clothing, and perfuming.”

The chapel was designed in the 1950’s by world-famous Finnish architect Eero Saarinen, one of the most successful practitioners of mid-20th Century Modernism.  Fr. John Cassani celebrated this beautiful Solemn High Mass, and Fr. Kwang Lee delivered the homily. The Schola Amicorum led the music.

“150 came to that Mass, mostly students who had never seen a TLM before.”

The Mass was made possible by Fr. Richard Clancy, MIT’s chaplain. Those interested in following JuvBos Masses and events can like them on Facebook or email juventutemboston@gmail.com to get monthly email updates. More about Gwyneth here.

Photo credit: Luciana Milano

The Coolest Thing at Harvard

Discovering Juventutem in America — in Boston, Miami, DC and Michigan, too!

They are a young organization of young people, growing super-fast. The first American chapter of Juventutem began in Michigan in 2012, and since then ten additional chapters have been formed all over the United States. A big highlight in their short history so far has been a Solemn High Mass in Boston in the Spring 2013, celebrated by Fr. John Zuhlsdorf. Over 200 people attended this first TLM in decades,  illuminated by the artistry of the Choir of St. Paul — boys from the Boston Archdiocesan Choir School  — and a professional male schola, who sang beautiful Renaissance polyphony by Victoria and Palestrina. If Juventutem has their way, such beauty is just the harbinger of things to come. Recently, four members — three Harvard students and one alum — sat down with Regina Magazine to tell us about  Juventutem in the United States. Jim Mc Glone is a History major from New Jersey. Evan O’dorney is studying mathematics; he’s originally from the San Francisco Bay area. Eileen Macron is a freshman from Staten Island, New York. Finally, Paul Schultz is a Harvard alum and a lawyer who is the Group Coordinator of the Michigan chapter of Juventutem and the Secretary of the Fœderatio Internationalis Juventutem.

How did you first discover the TLM?
Jim: I had never even heard that the traditional Mass existed before starting college.  Two years ago, I attended one for the first time at Boston’s Cathedral of the Holy Cross. I wouldn’t say that I immediately fell in love with the Latin Mass, but I kept coming back and learning more about it. It wasn’t long before I was altar serving and doing whatever I could to promote the Latin Mass among my peers.

Eileen: I attended my first Latin Mass when I was ten years old, because my father preferred this style of the Mass and we found a parish nearby that said the TLM.  Although I was resistant at first, I soon grew to love and prefer the Mass.

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“I hated that the church was so hot. I hated that I arrived late and couldn’t sit near my friend. I hated that I didn’t have a worship aid of any kind.”

Paul: I grew up in a Lutheran family. In summer 2002 I attended a Traditional Latin Low Mass at Old St. Mary, Chinatown, DC. I hated that first Latin Mass.  I hated that the church was so hot. I hated that I arrived late and couldn’t sit near my friend. I hated that I didn’t have a worship aid of any kind.  I hated that I couldn’t even hear the Latin that was supposedly being whispered at the front of the sanctuary. 

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YOUR REACTION TO YOUR FIRST LATIN MASS? “By the time the liturgy was over, I was nearly ill with the strength of my perverse anger at these Catholics that I took to be idol worshipers violating the First Commandment.”

By the time the liturgy was over, I was nearly ill with the strength of my perverse anger at these Catholics that I took to be idol worshipers violating the First Commandment.

But this visceral response ultimately led to good.  Having seen a church full of Catholics behaving like It Was True – that there really was the Body, Blood, Soul, and Divinity of Jesus Christ on that altar – I would ultimately have much more fruitful conversations with my pro-life friends the next Fall (particularly with one who is now a deacon) and would be received into the Church and become a weekly TLM attendee before nine more months had passed.

Juventutem Michigan Schola First Vespers of St. John the Baptist
WHAT DREW YOU TO THE LATIN MASS? “It was simple: the Juventutem folks at Harvard issued invitations for singers to join the schola!”

What was it about the Mass that drew you?
Jim: I was born and raised Catholic, and as I began college, I knew that I wanted to make my faith a priority after leaving home.  I wasn’t sure at first how I would do that, but discovering the traditional Mass provided an answer. 

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What I like best about the traditional Mass is the way it emphasizes participation through prayer.  It can be a lot like Adoration, in a way, but centered on receiving Communion as the focal point.  The general tone of reverence, the natural, built-in periods of silence, and the way every item and action points toward the Eucharist and to Christ’s sacrifice on the cross: all of this, in my experience, makes it very easy to pray with the traditional Mass. 

Evan: I was raised Protestant and was led into the Catholic Church by my mother’s discovery of worthy friends there. I was baptized at age 9. At the time, Protestant-Catholic differences were meaningless; now they are core. I pray the Rosary regularly and find daily Mass a soothing antidote to any nightmare-laden night.

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RAISED IN A PROTESTANT FAMILY, “I pray the Rosary regularly and find daily Mass a soothing antidote to any nightmare-laden night.”

I am drawn to the Latin Mass for the same reasons that many less-informed people are drawn to Islam: in a culture that tends to turn everything into entertainment, here is a ritual based on the very different aesthetic of reverently praying, trusting that the action on the altar is based upon sound theology and will lead to a holy outcome.

Eileen: I have been a Catholic from birth, and the Faith strongly influenced my upbringing.  The reverence shown to the Body and Blood of Christ was what has consistently drawn me to the Mass.  Also, attending the TLM has challenged me to think more deeply about Catholicism in a way that I could not have done without it.

Miami, Michigan, & Milwaukee -- at Martin's Tavern.
YOUNG ADULTS FROM MIAMI, MICHIGAN AND MILWAUKEE GATHERED in Washington DC after the 2014 March for Life.

How did you hear of Juventutem?

Paul:  In 2011, I was involved in young adult ministry and had become an organizer of Ann Arbor’s monthly TLM. While hosting friends from Hillsdale College on the occasion of a Pontifical Mass, one of them (now a seminarian with the FSSP) remarked on the great experience he had with Juventutem in Cologne. 

I eventually decided to travel with Juventutem to Bilbao and Madrid.  As I have written elsewhere (pdf), it was awesome.  Shortly after my return, I and four friends undertook the six commitments of Juventutem for ourselves.

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WHAT DO YOU LIKE ABOUT THE LATIN MASS? “The general tone of reverence, the natural, built-in periods of silence, and the way every item and action points toward the Eucharist and to Christ’s sacrifice on the cross: all of this, in my experience, makes it very easy to pray with the traditional Mass.”

Evan: I have no idea who chose to begin Juventutem here. I do know that Harvard is a great place to find fiery, idealistic young people willing to put their lives into this outlandishly awe-inspiring Mass.

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“Harvard is a great place to find fiery, idealistic young people willing to put their lives into this outlandishly awe-inspiring Mass.”

Eileen: I first heard of Juventutem in September 2013, when I found out that St. Paul’s Church was celebrating a Latin Mass.  In my opinion, there is no better location, because Boston is consistently recognized for having one of the largest population of young adults in the country, and is the American city with the greatest number of college students. For this reason, there is no place where Juventutem is more needed than in Boston.

Jim: We took the idea for a chapter from Juventutem Michigan, the first chapter in the United States, one of the leaders of which is a friend and Harvard alumnus, Paul Schultz.  For us, Juventutem has been a great way to incorporate the energy of young people around the Boston area into a unified effort to promote Catholic tradition.  We’ve been able to get more organized, reach more people, and build a stronger community around the traditional Mass than would ever have been possible before.

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JUVENTUTEM GET-TOGETHER IN BOSTON: “We’ve been able to get more organized, reach more people, and build a stronger community around the traditional Mass than would ever have been possible before.”

 
How do young people react to the TLM?
Eileen: Harvard students have responded well to the TLM.  While some are skeptical, many others are intrigued and seek to learn more about the Mass and, ultimately, their faith. Attendance has been continuously strong, and the congregation is definitely growing. 

Although this is my first year here, I see many of the same faces at every Mass.  However, each time, I see a number of new people, some of whom are attending TLM for their first time and others who have gone before, but had just discovered Juventutem.

Bishop Thomas Paprocki, Springfield, Illinois with leaders of Juventutem affiliates from around the United States of America.
“In Michigan and elsewhere, many young adults are Catholic seekers: those who will try anything at least once – if a thing seems like its holy and will direct them to God and if they receive the invitation from a credible source.”

Jim: Our congregations have been sizable and growing, Deo gratias, and our core group has gone from a handful of Harvard and Boston College students to a team of people from all over the Boston area.  Our congregations include some devotees of the traditional Mass, but most people have never been to one. 

In fact, for a number of Protestants and non-believers, their first Mass of any kind was one we organized. Some people are hesitant or skeptical when we first invite them to Mass, which is a reasonable reaction to something apparently so foreign.  I don’t know of anyone, though, who hasn’t come away with at least an appreciation for the traditional Mass.

Paul: In Michigan and elsewhere, many young adults are Catholic seekers: those who will try anything at least once – if a thing seems like its holy and will direct them to God and if they receive the invitation from a credible source.  Once they’ve attended the Mass, young adults display the whole spectrum of reactions that can be observed in the public as a whole – some really like it, some dislike it, some just don’t understand it. 

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IN MICHIGAN AND MASSACHUSETTS: “Our congregations have been sizable and growing, Deo gratias, and our core group has gone from a handful of Harvard and Boston College students to a team of people from all over the Boston area.”

Juventutem Michigan works to introduce the Mass to many – so that those who will like it will know it is out there and so those that don’t understand will have a friendly forum in which they can ask questions.

What does Juv actually DO?
Eileen: Juventutem brings together young adults in the Boston area to celebrate the Latin Mass together, as well as form a community of individuals who seek to practice their faith in similar ways.  This is done by the hosting and attending of regular Latin Masses, and the social events that follow. 

Paul: Following the model of Juventutem London, since September 2012 our Michigan chapter always organizes a Sung Mass on the last Friday night of each month. 

Young adults who pay attention know that we’ll gather somewhere that night for a beautiful liturgy followed by some sort of social gathering – whether a dinner, a dance, or a Christmas carol singing party.  With one exception, we’ve also had 40 or more young adults attend these gatherings. 

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SOCIAL EVENTS FOLLOW MASS: “Juventutem brings together young adults in the Boston area to celebrate the Latin Mass together, as well as form a community of individuals who seek to practice their faith in similar ways. This is done by the hosting and attending of regular Latin Masses, and the social events that follow.”

There are many beautiful churches in Michigan and we try to go to a new one every month – both because going to a new parish helps us meet new young adults and because visiting a new parish can leave a mild positive precedent if parishioners there should wish to work for more regular celebration of the TLM. 

In our first two years, we have thirteen times organized a parish’s “first TLM / first TLM since 1970s” – including Detroit’s Cathedral and Michigan’s only basilica.

Milwaukee, Michigan, and MCITL -- with Adam Ryback, Salvatore Randazzo and Paul Schultz at Dubliner Restaurant.
AT THE DUBLINER IN WASHINGTON DC AFTER THE 2014 WALK FOR LIFE: “Young adults who pay attention know that we’ll gather somewhere that night for a beautiful liturgy followed by some sort of social gathering – whether a dinner, a dance, or a Christmas carol singing party.”

In addition to the regular monthly gathering, we organize other festal occasions as the Spirit (and the calendar) moves us: organizing a Mass and social for young adults at the March for Life, alternative spring break trips to Clear Creek Abbey, 30+ mile walking pilgrimages, cemetery vespers for the dead on All Souls Day, trips to other traditional gatherings and retreats around the country.

Jim: Our goal is to revitalize Catholic life for young men and woman in the Boston area by promoting the spiritual, cultural, and liturgical traditions of the Church.  We do this through a variety of activities: we’ve organized retreats and sponsored guest lectures.  We also sing Compline together according to the 1960 Breviary every week.

“Our primary activity is organizing Masses as often as we can, generally about twice a month during the academic year.  Our Masses have been celebrated at Boston’s Cathedral of the Holy Cross and Basilica of Our Lady of Perpetual Help, St. Paul’s Church in Cambridge, Mass., where the Harvard Catholic Center has been frequent sponsor of TLMs.  These Masses have given rise to a corps of young-adult altar servers, sacristans and schola members.

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REVITALIZING CATHOLIC LIFE FOR A CATHOLIC FUTURE: “Our goal is to revitalize Catholic life for young men and woman in the Boston area by promoting the spiritual, cultural, and liturgical traditions of the Church.”“One Sunday in February found us opening up a new and unexpected venue for the TLM: the nondenominational chapel on the campus of the Massachusetts Institute of Technology (MIT).  Designed in the 1950s by modernist Eero Saarinen, this chapel does not exactly fit the profile of a traditional Catholic place of worship, to put it mildly.  Nevertheless, with some advance scouting we judged that the chapel could accommodate a Solemn High Mass, and photographic evidence now shows that this space can indeed be transformed into a beautiful and fitting place for the Mass of the ages.  In the end, 150 came to that Mass, mostly students who had never seen a TLM before.

 

Juventutem Miami's first snowball fight -- at Georgetown, Washington, District of Columbia.
FIRST SNOWBALL FIGHT FOR MIAMI JUVENTUTEM members who braved the cold at the 2014 March for Life in Washington, DC.

“Another example of what we do was our evening on the Requiem this past November.  The night began with an explanation of the Requiem Mass (how it differs from a typical Mass and why) from a young priest, who was then joined by four more clergymen who all shared spiritual and theological reflections on the Requiem.  A Solemn High Requiem Mass in the lower chapel of the cathedral followed the panel, after which all the attendees went to a local restaurant together.  All in all, it was a fantastic evening: everyone learned something, met new people, and participated in an incredibly beautiful Mass.

“Our main goal with these Masses is welcoming new people, who have never experienced a traditional Mass.  Our Masses are always followed by a young adult social, and often a guest speaker as well.  Past speakers include Frs. John Zuhlsdorf, Richard Cipolla, and John Berg (Superior-General of the FSSP), author John Zmirak, and Gregory DiPippo of New Liturgical Movement.”

Michigan, DC, Miami, & Milwaukee + Fr. Park -- at Georgetown Epiphany.
JUVENTUTEM MEMBERS GATHER IN WASHINGTON DC: Michigan, DC, Miami, & Milwaukee and Fr. Park — at Georgetown Epiphany.

 

A Catholic Band of Brothers

“You must put on the armor of God if you are to resist on the evil day”

 by Donna Sue Berry

Fr Richard Heilman and his Knights of Divine Mercy help young Catholic men ‘put on the armor of God’ for themselves and their families. In this exclusive interview, he tells Regina Magazine  about how a strip club invading a small Midwestern town made it all happen.

What prompted you to begin the Knights of Divine Mercy?
In 2005, I was assigned as pastor of two parishes, one of which was St. Mary’s of Pine Bluff, a Catholic parish in a small, unincorporated town near Madison, Wisconsin. The little town of Pine Bluff has one church, two bars, and a handful of homes. Fields and idyllic countryside surround it. It’s the kind of town where people dream of raising their kids.

Shortly after my arrival, one of the bar owners decided to rent out his cozy establishment to a strip club owner. Neighbors were appalled, and the little town was stunned. But there was not, it seemed, much that anyone could do.

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Twelfth Station of the Cross in Pine Bluff’s parish cemetery, where protesters tied their white ribbons to the 100 year old kneeler.

That’s terrible! How did you get involved?
Discerning God’s will, I organized a mile-long Stations of the Cross through the town. I invited everyone to pray along this “miracle mile,” in an effort to reclaim this surrendered ground and to consecrate the soil back to Our Lord.

The inaugural prayer walk was on Palm Sunday 2005. Over two hundred people spilled into the little town of Pine Bluff to participate in the miracle mile. We prepared for the prayer walk by placing two-foot-high crosses in the lawns stretching all the way down the main road and back, the length of the miracle mile. Participants carried their prayer sheets and a white ribbon (a symbol of purity and anti-pornography).

The twelfth station found them at the entrance to the beautiful parish cemetery on a bluff with a life-size crucifix of our Lord and a one-hundred-year-old stone kneeler in front. The participants tied their white ribbons to this kneeler as a prayer form, much like lighting a vigil candle.

What happened after that day?
After that first prayer walk, a container holding prayer sheets and ribbons was placed at the first station on the walk. All were invited to come, pick up a prayer sheet and white ribbon, and pray at anytime of the day or night, as they wished. Over the next six months, prayer warriors walked the path, prayed the Stations, and sang hymns nearly round the clock. It was estimated that 600-700 ribbons were tied onto the cemetery kneeler over that period of time.

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Put on the armor of God so that you may be able to stand firm against the tactics of the devil. Our battle is not against human forces but against the principalities and powers, the rulers of this world of darkness, the evil spirits in regions above.”

So were you successful?
The miracle mile was, indeed, miraculous. Even though many say that the porn industry is more protected (under First Amendment rights) than are the babies in their mothers’ wombs, within six months the strip club was chased out of town. Little Pine Bluff was overjoyed, and a victory was won for Our Lord.

How did this inspire you?
Seeing that the power of prayer moved a very significant mountain, a seed was planted and a lion was awakened. Recall that this year of 2005 was also the year our mercy pope, John Paul the Great, went to be with his merciful Savior, as he passed on the very eve of Divine Mercy Sunday. Pope John Paul II’s love for the Divine Mercy devotion and the inspiration of this faithful remnant in Pine Bluff, who believed and saw their prayers answered, led me to found the Knights of Divine Mercy, an organization calling Catholic men to heroic virtue, to be strong husbands and fathers, and to be powerful men of prayer.

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Father Heilman says he was inspired by “this faithful remnant in Pine Bluff, who believed and saw their prayers answered” to found the Knights of Divine Mercy.

How did you begin?
Our first leadership meeting for the Knights of Divine Mercy was at a round table (Get it? Knights of the Roundtable?), and was held on the very spot the strippers danced in the “former” strip club. We began the meeting by breaking out Holy Water, Blessed Salt, and the prayers of the Church, as we blessed that place and, quite literally “reclaimed surrendered ground.”

What is the Knights of Divine Mercy?
The Knights of Divine Mercy apostolate seeks to awaken in men the eager desire for a knight’s true calling: The quest for heroic virtue, to be strong husbands and fathers, and to be powerful men of prayer. Men gather once a month for prayer, inspired teaching and a chance to become a “band of brothers” together pursuing virtue, holiness and chivalry.

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A KNIGHT’S TRUE CALLING: The quest for heroic virtue, to be strong husbands and fathers, and to be powerful men of prayer.

Were you inspired by Scripture?
The scripture passage that stands as the very foundation of this apostolate is from Paul’s Letter to the Ephesians: “Draw your strength from the Lord and His mighty power. Put on the armor of God so that you may be able to stand firm against the tactics of the devil. Our battle is not against human forces but against the principalities and powers, the rulers of this world of darkness, the evil spirits in regions above. You must put on the armor of God if you are to resist on the evil day; do all that your duty requires, and hold your ground” (Eph 6:10-12).

What is the primary focus of the Knights of Divine Mercy?
We help men understand and embrace their call to “live supernaturally.” We are living in an intensely secular era. Spiritually speaking, the devil is doing all that he can to catch us isolated and unarmed on the battlefield — no spiritual armor, no spiritual weapons, and no comrades to fight alongside of us. In other words, the reason evil is promoted so effectively today is because we’re ignoring God’s offer of supernatural strength and power.

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CARDINAL BURKE WITH THE KNIGHTS “We are living in an intensely secular era. Spiritually speaking, the devil is doing all that he can to catch us isolated and unarmed on the battlefield — no spiritual armor, no spiritual weapons, and no comrades to fight alongside of us.”

What are your Knights’ evenings like?
We immerse these men in sacred beauty and awe-inspiring reverence. We want our men to appreciate it as a moment when Heaven and Earth meet; when they are better able to make a Divine connection with their almighty God.

6:00 PM    (optional) Exposition of the Blessed Sacrament, Sacrament of Penance
7:00 PM    Divine Mercy Chaplet, Inspirational Talk, Benediction
8:00 PM    Social (usually man food – pizza, beer and soda)

How are Knights’ wives and girlfriends reacting?

I’ve noticed that, with some other men’s organizations, some ladies will object to the men “getting a night out.” These organizations are, primarily, social and/or focus entirely on Corporal Works of Mercy, and not on “forming” men. For some ladies, this does not seem like enough to warrant the men taking time away from the family.

However, the response from the ladies in regards to the Knights of Divine Mercy has been altogether different. In fact, virtually all of the ladies are begging their men to attend these evenings, since it focuses on forming these men to be strong Catholic men of faith and virtue, and good husbands and dads.

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BISHOP MORLINO prays at the Knights’ dedication of Pine Bluffs’ Rosary Garden.

If a man wishes to approach his Parish Priest about beginning the Knights of Divine Mercy in their parish, what should he do?
The first thing I would recommend is to gather a group of men together and do some preliminary research into the feasibility of such an apostolate in their area. I’d like to stress that this apostolate is designed, generally, to be regional. In other words, its reach is usually beyond one parish. This helps marshal your efforts and makes it easier to find priests and speakers (usually priests). Of course, in more sparsely populated areas, this may not be possible.

Once you have a great group of highly motivated guys, you can approach the priest with the prospect of establishing an apostolate that looks to form Catholic men in heroic virtue and great husbands and dads. It’s hard to refuse that, right? You’ll want to have a nice presentation prepared before seeing him, so very few questions will remain unanswered. You’ll want to assure him that the men will assume the vast majority of the responsibilities, especially as so many priests are overwhelmed during this era of a priest shortage. The priest will, already, need to commit to this one evening a month as the presider of prayer.

Finally, we try to make ourselves very accessible to help these apostolates with any questions, suggestions, etc. as they look to this possibility for themselves. You may want to make contact with us before approaching the priest, just to be sure your ducks are in a row.

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These men have become incredibly motivated to explore their faith more deeply as they realize how crucial it is that they remain empowered by God in a state of grace. They are also celebrating all things Catholic, and are more and more drawn to reverence and a sense of the sacred.”

What would you like to say to the readers of Regina Magazine about the Knights of Divine Mercy?
I cannot begin to describe how fruitful the Knights of Divine Mercy has been. I have seen men choking back tears as they state, “Where has this been all my life?” They are inspired by God and by discovering what it really means to be a “Band of Brothers.”

These men have become incredibly motivated to explore their faith more deeply; as they realize how crucial it is that they remain empowered by God in a state of grace. They are also celebrating all things Catholic, and are more and more drawn to reverence and a sense of the sacred.

Together, we continue to discover amazing nuggets within the treasury of our Catholic faith. They are 100% faithful to the teachings of the Church. They are the ones who end up being on the front lines out in front of Planned Parenthood, and they are the first to sign up for hours of Adoration. I am hard-pressed to find one of these guys without a tie on Sunday, and their wives and children are among those most excited about the remarkable growth in virtue and holiness these men are experiencing. This apostolate for men’s faith formation is so very necessary for our times!

How has the Knights of Divine Mercy grown?
There is only a handful, at this point, mostly because we have never ventured into any great marketing campaign to get the word out about Knights of Divine Mercy. It seems that, once people hear about it, they show great interest. There are some in Wisconsin, one in Wyoming, and one getting ready to be established in Rockford, Illinois. We’re hoping someone with marketing skills comes our way.

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“I have seen men choking back tears as they state, “Where has this been all my life?” They are inspired by God and by discovering what it really means to be a ‘Band of Brothers.'”

Fr. Richard Heilman, pastor at St. Mary’s in Pine Bluff, WI,  discusses his wonderful initiatives (including the Knights of Divine Mercy and the Combat Rosary), the amazing fruits of reverent, ad orientem worship (which include, among other things, a nearly 50% boost in parish finances within the space of a year!), and his work towards helping to restore authentic masculinity among men today. 

 

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“Getting married is not a vain act”

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JUST MARRIED AT THE FIRST LATIN NUPTIAL MASS IN 50 YEARS Ricardo Lara Colón is head of the Department of Basic Sciences at the Instituto Tecnológico de Pabellón de Arteaga. He and his new wife live in Aguascalientes, Mexico. This is the story of their journey of discovery of Catholic tradition.

 

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I ATTENDED MY FIRST TLM in March 2011 in a private chapel, the first Latin Mass in our town since Vatican II. When I was invited to this first Mass, I fell in love with the liturgy, all the solemnity and the devotion. One month later we organized a public Mass in the same church where I was later to marry. Who would have guessed that God would call me in order to prepare me for a traditional marriage?

 

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IN 2012 I INVITED MY GIRLFRIEND TO THE LATIN MASS, and she was impressed. We both were participating in the traditionalist group for about one year when we said to the priest that we wanted to be married in a TLM. We got engaged in April 2013.

 

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 A FLURRY OF EXCITEMENT Everyone in the group was excited and they helped a great deal in the organization of the wedding. Some of them are part of the choir and one is a tenor, so they prepared the music for the Nuptial Mass (from the XVIII century, from Manuel de Sumaya). Some helped with the Missal, and others were acolytes.

 

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A LATIN MASS? When we told our families our wedding would be in a Latin Mass, they were confused. Nobody had ever attended a TLM, except my father in his childhood. Some friends were surprised and asked questions about the difference between the Latin Mass and the Novus Ordo. At the end of our Sung High Wedding Mass, everybody was impressed. We hope our wedding serves to draw more people to the Latin Mass.

 

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WHAT THE BRIDEGROOM SAYS “The vocation to marriage is essential to the world. This sacrament allows us to train our children to reach holiness. Getting married is not a vain act –it imposes obligations and allows us to participate in God’s plan for humanity.”

 

Veiled Allusions

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According to ancient Christian tradition, Saint Veronica was moved with pity when she saw Jesus carrying His cross to Golgotha. She gave Him her veil so He might wipe His Face.

 

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Jesus accepted Veronica’s offering, held it to His face, and then handed it back to her—the image of His face miraculously impressed upon it.

 

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This piece of cloth became known as the ‘Veil of Veronica’ — the first time in the Gospels we hear of a veiled woman.

 

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The name “Veronica” comes from the Latin ‘vera,’ meaning “true” or “Truthful”, and the Greek ‘eikon,’ meaning “image.”

 

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The Veil of Veronica was regarded in medieval times as the “true image” — a true representation of Jesus.

 

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Veronica’s compassionate act is is commemorated in the Sixth Station of the Stations of the Cross.

 

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Angels in ancient art are almost never depicted wearing veils.

 

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Traditional art and the veiling by Christian women in the Presence on the Altar are strongly interconnected in Christian history.

 

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Catholics believe in the Real Presence of Jesus of Nazareth, present in a Catholic tabernacle — in the consecrated bread and wine, which becomes the Body and Blood of Christ.

 

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In millions of Catholic churches around the world, Christ’s Presence is denoted by a Tabernacle enshrined in the very heart of the Church.

 

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For two thousand years, Christian women veiled in Church as a sign of their acknowledgement of the Real Presence in the Tabernacle.

 

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Veiling was also a tribute to the veiled ancient Christian female saints and to the great Mother of God, Mary Most Holy.

 

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Veiling went out of fashion in the West in response to societal pressures — 1960s-era rebellion, feminism and a desire by many Catholics to ‘fit in’ with their Protestant brethren.

 

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Today, this is changing. A new generation of Catholic women, unintimidated by the disapproval of their elders, are once again veiling in the Real Presence.

 

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The Church has always been the center of Christian concern about Beauty. But what does our tradition  have to say about questions of feminine artifice — veils, cosmetics, fashion? Are these mere vanities?

 

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To be clear, Catholic thought is distinct from the puritanism of both Protestantism and Islam, where women’s beauty is feared for its power to influence men.

 

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In fact, Saint Lily (‘Liliana’ in Spanish) was an 8th century Christian woman who was martyred in Moorish Spain for showing her face on the street on her way to church. She was wearing a veil.

 

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In the 1200s, Saint Thomas Aquinas, the famed Angelic Doctor of the Church, was asked — some say by his sister — about feminine adornment.

 

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Aquinas gives the question a great deal of thought in his Summa Theologica.

 

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In response to those who would condemn women using cosmetics, Aquinas says: “…such painting does not always involve a mortal sin, but only when it is done for the sake of sensuous pleasure or in contempt of God.”

 

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In all the years of our 2000 year history, Catholics have always celebrated real life from the cradle to the grave — and beyond. This includes the God-given beauty of women, and of our Catholic tradition.

STYLIST: Regina Fashion & Style Editor Sequoia Sierra (www.sequoiasierra.com)

PHOTO CREDIT: Thomas Meister
https://www.facebook.com/ThomasMeisterPhotography

VEILS: www.veilsbylily.com

LOCATION: Sts. Peter & Paul, Wilmington, CA 

 

Deutschland eine führende Nation

Heutzutage ist Deutschland eine führende Nation. Schöne Autos, gepflegte Kulturlandschaften, saubere Städte, ein Wohlfahrtsstaat, der sich um alle kümmert – Deutschland, nach dem zweiten Weltkrieg die Paria-Nation schlechthin wurde 2013 zur am meisten bewunderten Nation gewählt.

Das eine aufregende Sache für die drei Generationen seit Hitler, die das vom Krieg zerstörte Land mit einer traumatisierten Bevölkerung und dem Marshall-Plan wieder aufgebaut haben.

Die deutsche Sprache und Ideologie
Häufig werden die Deutschen und ihre Kultur mißverstanden, was wohl auch auf die schwierige Sprache und eigenwillige Kultur zurückzuführen ist. Schon seit langen weisen Linguisten darauf hin, daß die deutsche Sprache eine Präzision aufweist, die im Englischen und in den romanischen Sprachen schwer abbildbar ist. Aus diesem Grund wurde das Deutsche im 18. und 19.Jahrhundert als die am besten für den wissenschaftlichen Diskurs geeignete Sprache angesehen. (Volle Offenlegung meinerseits: Obschon ich aus New York stamme, wurde ich mit Deutsch als meiner Muttersprache aufgezogen und spreche es daher fließend.)

Die deutsche Sprache ist auch der Schlüssel, um die deutsche Vorliebe für Ideen zu verstehen, seien es gute, schlechte oder unbedeutende. Von Luther zu Marx und Freud, von Heidegger zu Nietzsche und Hitler, die deutsche Geschichte ist reich an Gestalten, deren Ideen großen Einfluß auf die Welt ausgeübt haben. Natürlich führen Ideen schnell zu Ideologien – die National-Sozialisten haben die zerstörerische Macht einer mit Inbrunst umgesetzten Ideologie hinreichend belegt.

Dies führt uns zur genaueren Betrachtung der eigenwilligen deutschen Kultur. Viele fragen sich wie eine derart moderne, in die Zukunft blickende Nation wie das Deutschland des 19.Jahrhunderts sich im 20.Jahrhundert in eine Kriegsmaschine und während der Shoah zu Händlern des Todes und der Zerstörung verwandeln konnte. Dies ist eine verstörende Frage, allen voran für die nachfolgenden Generationen.

Die Modernisierung der Deutschen
Seit dem letzten Krieg haben deutsche Sozialingenieure sich bemüht, einer Kultur mit einer mehrere Jahrtausende alten Geschichte von strengem Gehorsam gegen die Autorität Unangepaßtheit einzuflössen. Damit erreichten sie allen voran, daß die deutschen Jugendlichen in ihrer Begeisterung für Konsum, vom Internet geförderten Trends und exotische Reisen übereinstimmen.

Was die meisten jungen Deutschen dagegen nicht anstreben, ist zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen. Trotz einer staatlichen Kinderförderung für jedes Kind werden keine Familien gegründet, denn zu schwer ist die Last weit verbreiteten Spotts für die traditionelle Hausfrau. Einige junge Familie mit mehr als zwei Kindern erzählen, daß sie von Fremden gemaßregelt wurden wegen ihres „anti-sozialen“ Verhaltens. Eine Familie zu gründen gilt in Deutschland definitiv nicht als „cool“.

Heutzutage sehen wir, daß diese kulturellen Faktoren – Ideologie, Konformismus und Materialismus – unter den deutschen Katholiken erneut eine Rolle spielen. Die Statistiken der deutschen Bischöfe zeigen, daß die Katholische Kirche in Deutschland ernsthaft gefährdet ist – die Katholiken verlassen die Kirche in Scharen und der Großteil jener, die weiterhin der Kirche angehören, gehen nicht zur Kirche. (Zu den Hintergründen der Austrittswellen siehe hier.)

Daher ist es wenig überraschend, daß der typische Kirchgänger älter als 70 Jahre ist. Er sitzt passiv in der Kirche während ergraute Priester über Politik predigen. (Nicht einmal unmittelbar nach der Hl.Messe erinnern sich die meisten Kirchgänger an den Inhalt der Predigt und geben zu, daß sie der Predigt überhaupt nicht andächtig folgten.) Die jüngere Generation betritt die Kirche nur für die seltenen Hochzeiten, die Erstkommunion oder die Taufe.

In dieser alternden Gesellschaft sind Begräbnisse so häufig, Priester in einigen Diözesen nicht für sie verschont werden. Selbst Katholiken lassen sich häufig einäschern und begraben oder ihre Asche wird über den Waldboden verstreut ohne daß ein Priesters anwesend ist. In vielen Pfarren wird einmal im Monat ein Requiem für alle Verstorbenen gelesen und dies beinahe ohne Anteilnahme der Verwandten oder der Pfarre.

Sagenhaft reich & bekanntermaßen liberal
Was geht in Deutschland vor sich? Die Kirche in Deutschland ist sagenhaft reich. 9% der von Katholiken entrichteten Einkommenssteuer fließen an die Kirche. (Wer seinen Kirchenbeitrag nicht entrichtet, kann die Sakramente nicht empfangen.) Die deutschen Bischöfe leben und agieren wie Vorstandsvorsitzende. Und das sind sie auch, denn schließlich beschäftigt die Kirche 650.000 Deutsche. Damit ist die Kirche der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem deutschen Staat und zählt mehr als sechs Mal so viele Beschäftigte wie Mercedes Benz.

Die deutsche Kirche ist auch bekanntermaßen liberal. Immer und immer wieder fordern Bischöfe und Theologen öffentlich, daß Rom seine „überkommenen“ Ideen aufgeben und sich dem Zeitgeist anpassen soll. Für Außenstehende mag diese Arroganz unverständlich sein, aber es ist wichtig den Kontext dafür zu verstehen.

Die Breitseiten der Bischöfe gegen Rom versuchen, den Empfindlichkeiten der deutschen Elite und Medien nachzugeben. Die deutschen Bischöfe wenden unbeschreiblich viel Zeit auf, um über die Unterstützung von Notleidenden zu sprechen, weil dies die einzige Aufgabe ist, die die meisten Deutschen der Kirche bereitwillig zugestehen. In den moralischen Fragen wird jedoch erwartet, daß die Kirche eine säkulare Position einnimmt und dies tut sie auch.

Der einfache deutsche Katholik ist gewöhnt an das üppige Leben der Prälaten und die hohe Politik von Kirche und Staat und ist von solch einem verbalen Feuerwerk geblendet. Sie wissen, daß der jahrhundertelange grausame Machtkampf zwischen dem Staat und der Kirche sowie zwischen den Protestanten und den Katholiken im Laufe der tragischen Geschichte Deutschlands eine breite Spur der Zerstörung hinterlassen hat. Die Diaspora der Deutschen erstreckt sich auf die neue Welt, Osteuropa und Rußland und ist das Ergebnis der Kriege und der von ihnen verursachten Hungersnöte. (Falls Ihre Familie aus Deutschland stammt, ist dies vermutlich der Grund.)

Gegen Rom rebellierende Kleriker sind in Deutschland nichts Neues.

Die deutsche Avant-Garde nach dem 2.Weltkrieg
Das deutsche Wort „Ersatz“ hat es sogar in den englischen Wortschatz geschafft. Hier, im Heimatland der Ideologien, findet sich gewissermaßen ein „Ersatz“-Arianismus, der mit fester Hand die vielen Milliarden Einnahmen der Katholischen Kirche kontrolliert.

Im 20.Jahrhundert ist Deutschland der ideale ‚ground zero‘ für die Ideologie des Modernismus gewesen. Nach dem 2.Weltkrieg zeichnete eine Avant-Garde an deutschen Theologen dafür verantwortlich, ungenau umrissene Reformen in der Liturgie und in der Bekleidung durch das 2.Vatikanische Konzil beschließen zu lassen. Josef Ratzinger zählte zu dieser Gruppe. Seine spätere 180-Grad-Wendung brachte ihm die dauerhafte Gegnerschaft früherer Mitstreiter in der deutschen Kirche ein wie die von Karl Lehmann, dem einflußreichen Kardinal von Mainz und wie die des theologischen Freidenkers Hans Küng. (In einer vermutlich hiezu nicht in Beziehung stehenden Entwicklung hat Dr.Küng vor kurzem der Weltpresse bekannt gegeben, daß er beabsichtigt Selbstmord zu begehen. Er hat „nur“ angekündigt, sich die Option offen zu lassen. Er trat hiezu der Sterbehilfeorganisation „Dignitas“ bei.)

Die modernistischen Neuerungen wurden mit großem Eifer in den vergangenen Jahrzehnten eingeführt, nicht zuletzt in der Kunst und in der Architektur. Touristen, die die Schönheit von englischen und französischen Kirchenfenstern gewöhnt sind, sind in Deutschland häufig enttäuscht. Die alten Kirchenfenster wurden durch die heftigen Bombenangriffe zerstört und wurden durch Kirchenfenster zweierlei Art ersetzt: entweder glanzlos und billig oder häßlich und teuer. Die Heiligenfiguren des Mittelalters und des Barock wurden aus den deutschen Kirchen verbannt und werden in Diözesanmuseen ausgestellt, wo sie von Kulturinteressierten bewundert werden können anstatt von den Kirchgängern.

Die von frommen Figuren und Bildern gereinigten Kirchen sind de facto ein Beweis für den Bildersturm, der sehr gut zu dem „Ersatz“-Katholizismus paßt, der von den gut bezahlten Theologen der Gegenwart propagiert wird. Es ist eine Form des Arianismus, der unter einem neuen Namen auftritt. Diese Theologen haben mehr oder weniger entschieden, daß jede intelligente Person in der Lage sein sollte zu erkennen, daß Jesus von Nazareth nichts anderes als bloß ein besonders wirkungsvoller Sozialreformer gewesen ist. In Deutschland ist dies gegenwärtig der „gewöhnliche“ Katholizismus.

Ein bedrückender Priestermangel
Wenig überraschend begeistert ein Studium über einen netten Kerl, der vor 2000 Jahren in Jerusalem lebte, kaum jemanden, weswegen es in Deutschland nur wenige Seminaristen gibt. Dies ist allerdings schon seit Jahrzehnten der status quo, weshalb der Priestermangel enorme Ausmaße angenommen hat. Die meisten Pfarren müssen sich einen Priester teilen. In einigen Gegenden, die früher katholisch waren, ist ein Priester für bis zu 5-6 Pfarren zuständig.

Der Priestermangel wird zum Teil kompensiert mit Priestern, die aus ärmeren Ländern „ausgeliehen“ werden. Ihr Priestergehalt wird in ihren Heimatdiözesen bitter benötigt. Die mangelnde Sprachbeherrschung und der verwundbar status stellt sicher, daß sie keine Trendwende einleiten werden. (Jeder Versuch, Gelder für die bitterarmen Menschen zu Hause zu erbitten, wird eiskalt abgelehnt.)

Damit will ich nicht sagen, daß es in Deutschland keine vorbildlichen Priester gäbe. Diese wenigen, frommen Männer arbeiten sehr hart in einem Land, in dem sich der römische Kragen schon seit Jahrzehnten keiner großen Beliebtheit mehr erfreut. (Jene Priester, die den römischen Kragen in der Öffentlichkeit tragen, ernten von den Passanten böse Blicke, wenn nicht sogar offene Aggression.) Sie müssen die Sakramente in Pfarren verwalten, die von ahnungslosen Laien geleitet werden und die während der Hl.Messe Kaffee und Kuchen servieren wollen, Powerpoint-Präsentationen zeigen wollen anstatt der Predigt oder sogar während der Eucharistischen Anbetung oder von Kindern ein Theaterstück spielen lassen wollen und das während er Hl.Messe. (Wir haben diese Vorkommnisse persönlich erlebt. Der Begriff „liturgischer Mißbrauch“ ist in Deutschland nicht bekannt.)

Die Laien in Deutschland tragen nicht die alleinige Schuld, weil allerorten der Mangel an Glaubensunterweisung offensichtlich ist. Kaum jemand geht zur Beichte. Nur einige wenige machen eine Kniebeuge, wenn sie sich in die Kirchenbank setzen. Die meisten Katholiken haben von der Realpräsenz im Tabernakel keine Ahnung, der häufig eine seltsam geschmückte Box ist, die aus unerfindlichen Gründen neben einer erhöhten Plattform plaziert ist.

In den meisten Pfarreien sind Priester wie Laien unwillig, persönliche Stellungnahmen abzugeben. Der Grund liegt darin, daß einige Deutsche das Kirchengeschehen mit hoher Aufmerksamkeit verfolgen, was für ein erklärt agnostisches Volk durchaus seltsam ist. Dies belegt vor kurzem der Fall des Bischofs von Limburg, der öffentlich gedemütigt wurde und zwar vordergründig wegen Geldverschwendung. In einer bezeichnenden Zurschaustellung von Gruppendenken wurde dieser Sprößling einer berühmten Adelsfamilie in den Medien vorgeführt und zum gleichsam Rücktritt  gezwungen. Mehr als nur einige Priester haben im privaten Gespräch zugegeben, daß das Verbrechen des Bischofs nicht die Verschwendung von Geld wäre sondern sein Bemühen, in dieser außer Kontrolle geratenen Diözese wieder die Orthodoxie herzustellen. (Seither wurde die Diözese Limburg in aller Stille aufgelöst).

Die deutsche Kirche stigmatisiert den außerordentlichen Ritus
Faschings-Messen, “Messen”, denen Frauen vorstehen, Gottesdienste mit aus den Ärmeln geschüttelten Liturgien, dies alles findet sich in deutschen Kirchen. Vielen Katholiken zufolge ist der außerordentliche Ritus die eine Neuerung, die von den Machtstrukturen der deutschen Kirche nur ungern erlaubt wird. In einem Land, das erklärtermaßen kein Interesse an kirchlichen Angelegenheiten hat, locken im Internet publizierte Artikel über die außerordentliche Form eine bemerkenswerte Anzahl von wütenden Kommentatoren hervor, die sich selbst als „normale“ Katholiken bezeichnen. Es ist daher wenig überraschend, daß Katholiken, die den überlieferten Ritus schätzen, in ihren Familien oder gegenüber ihren Nachbarn Stillschweigen über ihre Vorliebe bewahren aus Angst vor einer Ächtung.
Außenstehenden kann vergeben werden, wenn diese sich in Erinnerung rufen, daß dieses soziale Stigma stark an eine frühere, dunkle Zeit erinnern, als der Widerstand gegen die Ideologie des National-Sozialismus mit ähnlichen Mitteln geahndet wurde. (Vertiefende Einblicke über das Schicksal derjenigen, die dem Zeitgeist des National-Sozialismus Widerstand leisteten, siehe hier.) Es ist faszinierend, daß die Verunglimpfung der Messe aller Zeiten scheinbar in Zusammenhang steht mit dem National-Sozialismus.

Wer zeichnet für diesen bemerkenswerten Zusammenhang verantwortlich? Was ist seine Essenz? Sorgfältige Untersuchungen haben uns keine Erkenntnisse gebracht. Wir waren nur in der Lage eine Abneigung gegen Tradition zu erkennen und einen fast vollständigen Mangel an Geschichtswissen, der in der kultur-revolutionären Bewegung der 1960er wurzelt. Diese Epoche hat in der Zwischenzeit den Heiligenschein der Rechtschaffenheit erhalten.

Die ergrauende Generation der 68er, die im Schlüsseljahr 1968 ihre Studienzeit an der Universität verbrachten, wird weiterhin für ihren “mutigen” Widerstand gegen die national-sozialistische Vergangenheit ihrer Eltern geehrt. Deren Geschmäcker und Ideen dominieren in Deutschland alles. Ist es ein bloßer Zufall, daß die Kinder dieser 68er bei der Gründung einer Familie scheitern? Eines ist gewiß: das anstehende Versterben dieser Generation wird ohne die Spendung des Sterbesakramentes vor sich gehen und die Toten werden nicht bei einem Requiem betrauert werden.

Aber es ist möglich, daß die Stigmatisierung des außerordentlichen Ritus bloß ein Beweis dafür ist, daß die arianisch geprägten Machtstrukturen ihre Verdrängung mit allen Mitteln verhindern wollen. Letzten Endes hat eine durch und durch moderne Kirche nur zwei Kräfte zu fürchten: die Säkularisierung oder den Einfluß des Glaubens, sprich des wahren Glaubens.

Gibt es für eine durch und durch moderne Kirche eine Zukunft?
Wenn der wahre Glaube in Deutschland nicht vorherrscht, nehmen es die meisten Deutschen gegenwärtig hin, daß die Verstaatlichung des Kirchenvermögens unvermeidlich ist und dies vermutlich innerhalb der nächsten 20 Jahre geschehen wird. Dies wird geschehen, weil die nahezu 650.000 Angestellten der Kirche nicht bezahlt werden können mit den 9% der Einkommenssteuer von toten Katholiken. Eine demographische Falle zeichnet sich ab.

Warum ist Deutschland auch für nicht-deutsche Katholiken so bedeutsam? In kurzen Worten, weil der Reichtum Deutschland politisch einflußreich macht. Deutschland ist und bleibt die wirtschaftliche Lokomotive in der Europäischen Union. Einfluß geht einher mit Vermögen – dies ist ebenso wahr im Vatikan wie im Kongreß, im Parlament oder im Bundestag.

Aber welche Zukunft hat der katholische Glaube in einem Land mit einer schrumpfenden Bevölkerung, einer breiten Ablehnung von Dogmen und ohne Seminaristen?

Gott sei’s gedankt – die Zukunft ist nicht so düster wie es auf den ersten Blick scheint.

Dies liegt daran, daß der Katholische Glaube diese Zivilisation formte, auch wenn dies den meisten “gebildeten” Deutschen heutzutage nicht bewußt ist. Alles begann mit einem Mönch aus England, der im 7./8.Jahrhundert auf seiner Missionsreise nach Mainz kam. Und heute, mutige deutsche Katholiken riskieren sowohl von der Gesellschaft als auch ihrer Kirche geächtet zu werden und dennoch den Glauben an die nächste Generation weitergeben.

Unsere Geschichte beginnt mit Bonifatius – und “The Secret Catholic Insider Guide to Germany” setzt seine Berichterstattung fort und zeigt, wie sich das Schiff Petri inmitten der schlimmsten ideologischen Stürme über Wasser hält.

Denn selbst in Deutschland wird der Glaube nicht aussterben.

Im Christus,

Beverly Stevens

Wiesbaden

Marz 2014

BENEDICAMUS DOMINO

von Beverly Stevens

„Das Wichtigste für mich ist, nicht so wie meine Mutter zu enden“, sagte ich zu meiner Therapeutin Dr. Becker, die missbilligend nickte. Ich wusste, dass sie das anders sah – denn es ist nicht gesund für eine Frau, sich nicht mit der eigenen Mutter zu identifizieren.

Eigentlich gibt es nichts an meiner Mutter auszusetzen; sie ist wie alle anderen Frauen ihrer Generation in Deutschland: Man nennt sie die „68er“ – damit meint man die westdeutsche, politische Studentenbewegung der 60er-Jahre, die gegen die zu dieser Zeit herrschenden Verhältnisse kämpfte und damit die Ära des modernen Deutschlands als Europas führende Macht einleitete. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts regierten hier in Mitteleuropa die 68er.

Ich suchte eine Therapeutin auf, weil ich, eine erfolgreiche Frauenärztin, mich mit meinen 32 Jahren so mutlos und niedergeschlagen fühle. Dabei muss man wissen, dass mich mein Partner Andreas verlassen hat. Wir waren seit der Universität zusammen gewesen.

Es war eine wundervolle, sorglose Zeit damals und bald hatten wir Otto, einen kleinen, entzückenden Welpen, der tatsächlich fast wie ein Kind für uns war. Als er zwölf Jahre später alt war und starb, wurde aus unserer tiefen Trauer um ihn ein riesiger schwarzer See, der bald sowohl unser Schlafzimmer als auch die Langeweile unseres gemeinsamen Lebens überflutete.

Nicht lange danach gestand mir Andreas, dass er eine neue Stelle angenommen hatte – es war eine wichtige Beförderung an der Uniklinik in Hamburg, 500 km entfernt von der Universitätsstadt, in der wir seit unserem Studium gelebt hatten. Er beteuerte, unsere Beziehung würde sich nicht ändern und er könne ein solch gutes Angebot nicht ausschlagen.

Ich kannte ihn zu lange, um mich von seinen Lügen täuschen zu lassen. So stahl er sich Stück für Stück aus meinem Leben, ich ließ ihn in meiner Hilflosigkeit widerwillig gehen.

Ich kannte ihn zu lange, um mich von seinen Lügen täuschen zu lassen. So stahl er sich Stück für Stück aus meinem Leben, ich ließ ihn in meiner Hilflosigkeit widerwillig gehen.

Ich verlor nicht den Mut – bis ich erfuhr, dass er längst eine Frau in Norwegen geheiratet hatte, die ein Kind von ihm erwartete. Eine Hochzeit war bei uns nie ein Thema gewesen und ich hatte es für selbstverständlich gehalten, dass wir immer zusammen bleiben würden. Es schien nie nötig, zu heiraten.

Meine Familie war keine große Hilfe bei alledem. Meine Mutter zuckte mit den Schultern, warf ihr langes graues Haar nach hinten und versuchte verständnisvoll und mitfühlend auszusehen. Sie hält von Männern nicht besonders viel. Sie hat zu viel erlebt. Die Beziehung zu meinem Vater war eine von vielen. Früher sah ich ihn zweimal im Jahr, wenn der jeweils aktuelle Liebhaber meiner Mutter mich und meine Schwester Sabine für einen kurzen Besuch nach München fuhr. Obwohl er ein brillanter Mathematiker war, war er schlicht und einfach ein Kiffer – und sobald er konnte, machte er sich aus dem Staub nach Portugal, wo er nun in einem heruntergekommen Bauernhaus lebt, abstrakte Bilder malt und Gras raucht.

Unser Halbbruder Stefan ist 10 Jahre jünger als ich. Er ist ein ostdeutscher LKW-Fahrer, wie schon sein Vater einer war. Und wie schon sein Vater arbeitet er hart und ist ungehobelt. Meine Mutter lebt immer noch mit dem Vater meines Halbbruders zusammen. Ich weiß aber, dass der einzige Grund dafür die Angst vor dem Alleinsein ist. Er ist bei Weitem nicht das, was sie, eine pensionierte Lehrerin, sich für sich gewünscht oder jemals erwartet hätte. Was mich betrifft, so respektiere ich sowohl meinen Stiefvater als auch meinen Halbbruder, aber wir sind nicht oft einer Meinung.

„Du bist wie alle anderen deutschen Frauen“, sagte Stefan, während er in großen Zügen sein Bitburger trank. Es war Heiligabend und wir waren bei unsern Eltern. „Du denkst, du bist zu gut für deutsche Männer. Das ist der Grund dafür, dass deutsche Männer ausländische Frauen heiraten. Ihr  Frauen habt gar kein wirkliches Interesse daran, eine Familie zu haben. Der Feminismus hat euch ruiniert“.

„Du bist wie alle anderen deutschen Frauen“, sagte Stefan, während er in großen Zügen sein Bitburger trank. Es war Heiligabend und wir waren bei unsern Eltern. „Du denkst, du bist zu gut für deutsche Männer. Das ist der Grund dafür, dass deutsche Männer ausländische Frauen heiraten. Ihr  Frauen habt gar kein wirkliches Interesse daran, eine Familie zu haben. Der Feminismus hat euch ruiniert“.

Das allein war schon empörend genug, aber die spätere Unterhaltung mit meiner 37-jährigen Schwester war es, die das Fass zum Überlaufen brachte. Sie hatte eindeutig zu viel getrunken.

„Du denkst, sei ich ziemlich langweilig, weil ich Lehrerin bin, nicht wahr?“, sagt sie angetrunken und herausfordernd. Alle anderen waren schon schlafen gegangen. Sabine lebt in Wiesbaden. Sie hat eine gute Stellung, ein ausgezeichnetes Einkommen und keinen Mann, seitdem ihre letzte Beziehung auseinanderging. „Ich glaube, du wärst überrascht, wenn du wüsstest, wie viel Spaß ich haben kann.“

Ohne dass ich sie unterbrechen konnte, sprudelte alles aus ihr heraus – wie sie sich auf einer Webseite registriert hatte, die ihr heiße Dates vermittelt. Sie versicherte mir, alles sei vollkommen legal und einwandfrei. Alle Männer seien attraktiv und sie müsse niemals etwas gegen ihren Willen tun.

„Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich eine starke Libido habe“, erzählte sie mir durchtrieben flüsternd, dass ich eine Gänsehaut bekam. „Wahrscheinlich geerbt, meinst du nicht auch?“

„Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich eine starke Libido habe“, erzählte sie mir durchtrieben flüsternd, dass ich eine Gänsehaut bekam. „Wahrscheinlich geerbt, meinst du nicht auch?“

All dies brachte mich in Dr. Beckers Praxis, wo ich stundenlang in die Taschentücher heulte, die sie ganz diskret neben dem tiefen, geschwungenen Ledersessel im Bauhausstil platziert hatte, den ich einmal pro Woche besetzte. Sie war freundlich, verstand aber nicht, warum ich einige dieser Dinge so nicht akzeptieren konnte. Obwohl ich selbst eine studierte Ärztin war und mir völlig klar war, wie moderne Menschen lebten, konnte ich nicht anders, als mir etwas besser zu wünschen und davon zu träumen.

„Was ist es also, was Sie glücklich machen würde?“, fragte Dr. Becker. „Sie sind nicht wie Ihre Mutter oder wie Ihre Geschwister. Sie haben hart für Ihr Studium gearbeitet. Sie sind Profi und es gewohnt, Ziele zu setzen. Wo möchten Sie in fünf Jahren sein? Wie stellen Sie sich Ihr Leben vor?“

Die einzige Antwort, die mir sofort in den Sinn kam, war peinlich direkt: Ich will Kinder. Ich will eine Mutter sein – vielmehr noch: Ich will erfolgreich sein, wie es meine Mutter nie gewesen war. Ich wollte einen Ehemann, für immer. Und ich wollte eine Familie, die für immer bestehen sollte.

Obwohl sie mich zweifelsohne lächerlich findet, ist Dr. Becker eine gute Therapeutin und eine praktisch denkende Frau. „Einiges können Sie selbst kontrollieren – wo ist jetzt das Problem?“

Das Problem war natürlich, dass ich keinen Mann hatte. Und ich wusste, dass es ein nahezu  unerreichbares Ziel ist, heutzutage in Deutschland einen Mann zu finden, den man heiraten kann und mit dem Kinder haben kann. Aber das war es nicht, was Dr. Becker meinte.

Das Problem war natürlich, dass ich keinen Mann hatte. Und ich wusste, dass es ein nahezu  unerreichbares Ziel ist, heutzutage in Deutschland einen Mann zu finden, den man heiraten kann und mit dem Kinder haben kann.

„Tu es nicht“, sagte Jennifer zum x-ten Mal. Sie ist Amerikanerin und Kinderärztin und hat in Mainz studiert. Sie ist, wie ich, ziemlich jung und Single. Im Gegensatz zu mir ist sie religiös. „Du hast es nicht nötig, so wie diese Leute zu leben. Es ist eine Sackgasse. Es gibt einen besseren Weg zu leben. Es gibt Hoffnung.“

„Wahrscheinlich sind 5 von 10 deutschen Frauen auf der Entbindungsstation durch künstliche Befruchtung schwanger“, antwortete ich und versuchte rational zu klingen, als wir, leicht vorgebeugt gegen den Frühlingswind, durch die Stadt gingen. „Die meisten von ihnen sind über 35  und nicht verheiratet. Warum sollte ich solange warten?“
Ich konnte mit Jennifer so offen reden, weil wir Freundinnen sind. Ich sage das mit allem nötigen Respekt gegenüber jedem Europäer, der denkt, dass die Amerikaner unkorrigierbar oberflächlich seien und unfähig, wahre Freundschaften zu schließen. Als Andreas auszog, war ich praktisch für Tage von der Trauer gelähmt. Jennifer blieb geduldig bei mir, schlief auf dem Sofa und kochte einfache Mahlzeiten für mich, sprach endlos über ihren Gott, und darüber, wie ER mir helfen würde, wenn ich IHN nur fragen würde.

Obwohl ich die Rührseligkeit schätze, stieß sie auf taube Ohren – vielleicht, weil ich nicht aus einer religiösen Familie komme. Die Vorstellung von Religion, die meine Mutter hatte, lag irgendwo zwischen keltischen Erdgöttinnen und Tarot. Meine Geschwister und ich haben uns in Bezug auf diese Dinge in unserer Schulzeit und Ausbildung die gute deutsche Skepsis angeeignet. Was das angeht, sind wir wie die meisten Europäer. Um ehrlich zu sein, wird mir bei Gesprächen über Religion mulmig zumute.

Weil ich so früh nachdem Andreas mich sitzengelassen hatte diese Erfahrungen an Weihnachten gemacht hatte, klang Dr. Beckers Vorschlag, einfach zu einer Samenbank zu gehen, sehr verlockend.

„Keine gute Idee. Schau dir doch mal diese Frauen an!“, antwortete Jennifer sichtlich aufgebracht. „Ich sehe sie in meiner Praxis, alle grimmig und gestresst, ohne Mann oder zwischen Liebhabern. Ihre Kinder klammern sich an sie und beschimpfen sie abwechselnd – abhängig davon, ob der aktuelle Mann im Bilde ist oder nicht. Ich versichere dir, es ist keine gute Idee. Diese ganze Lebensweise – die Verhütung, die Abtreibungen, künstliche Befruchtungen… sie spielen Gott. Frauen verdienen etwas Besseres. Du verdienst etwas Besseres.“

Diese ganze Lebensweise – die Verhütung, die Abtreibungen, künstliche Befruchtungen… sie spielen Gott. Frauen verdienen etwas Besseres. Du verdienst etwas Besseres!

Ungewollt schossen mit plötzlich Tränen in die Augen. Ich schluckte schwer. Ich weiß nicht warum, aber plötzlich konnte ich nur noch an Abtreibungen denken. Ich dachte gar nicht einmal an die jungen Mädchen, die panisch in unsere Klinik kommen, manchmal begleitet von ihren grimmig dreinschauenden Müttern (übrigens ist fast nie der Freund dabei). Nein, vielmehr dachte ich an die gezielten Abtreibungen, wenn zu viele Babys durch die künstliche Befruchtung erzeugt wurden und eines getötet werden muss – oder gar mehrere.

Als Jennifer vor 3 Jahren ankam, machte sie sich in der Klinik einen Namen, indem sie höchst publikumswirksam auf dieses Problem aufmerksam machte. Danach traute ihr niemand in der Klinik mehr über den Weg. Sie wurde als religiöse Fanatikerin betrachtet. Sie geriet ins Abseits und wurde fast unsichtbar in der Klinik. Solch eine Marginalisierung hätte fast jede Deutsche aus der Berufsbahn geworfen, aber Jennifer ist Amerikanerin. „Ich habe viele Freunde“, sagte sie schulterzuckend und lächelte mich gewinnend an. „Ich habe es nicht nötig, bei den Leuten in der Klinik beliebt zu sein.“

Irgendwas an ihrer Art mochte ich und wir wurden Freundinnen. So kam es auch, dass ich an diesem Abend schluchzend im hinteren Teil einer Kapelle aus dem 18. Jahrhundert endete, die zu einem Altersheim gehörte. Stumme Tränen rannen über mein Gesicht, als ich Jennifer wie benommen zu der nahen katholischen Kapelle folgte, wo sie jeden Abend nach der Arbeit zur lateinischen Messe ging.

Sie hatte mich schon früher eingeladen und mir von der Gruppe junger Katholiken erzählt, die zur lateinischen Messe kamen. Aber wie ich schon sagte, bin ich kein religiöser Mensch. (Um ehrlich zu sein, hatte ich mir unerträgliche Sonderlinge vorgestellt, die einem gräulichen Priester folgten. Natürlich würde ich ihr das niemals sagen.)

Um ehrlich zu sein, hatte ich mir unerträgliche Sonderlinge vorgestellt, die einem gräulichen Priester folgten. Natürlich würde ich ihr das niemals sagen.

Als ich meine Tränen getrocknet hatte, stellte ich fest, dass ich diese alte Kapelle seltsam tröstlich fand. Es war sehr ruhig. Durch die bunten Fenster drang das Licht dieses Frühlingsabends, eine einzige dicke Bienenwachskerze brannte vor ein paar strahlend pinken Hortensien, die eine Pietà von erstaunlicher Schönheit und Kraft zierten.

Bald öffnete sich die Tür und ein jüngerer Priester in Soutane gefolgt von drei Männern schritt herein. Der Priester nickte uns mit einem Lächeln zu und verschwand mit einem der Männer in einem Nebenraum. Die anderen beiden grinsten uns wortlos an und nahmen ihre Plätze im hinteren Teil der Kapelle ein.

Wenige Minuten später läutete eine goldene Glocke. Der Priester und der Messdiener traten ein. Die kleine Gruppe Gläubiger, die sich still eingefunden hatten, stand auf. Während das Abendlicht langsam schwächer wurde, erhoben die beiden Männer hinten ihre Stimmen zum gregorianischen Gesang.

Ich lauschte entrückt als die Jahrhunderte verschwammen. Am Ende der Messe war ich in Trance. Nichts wollte ich mehr, als dort zu bleiben und die nach Weihrauch duftende Luft einzuatmen. Jennifer stand auf, als der Priester mit zwei der Männer auf uns zukam.

Ich sah sofort, dass einer der Sänger in Jennifer verliebt war. Sie erwiderte seine verehrenden Blicke mit einem strahlenden Lächeln und stellte ihn vor. Er hieß Josef und schüttelte ernst meine Hand. Dann stellte sie mich dem Priester vor, der mich willkommen hieß. Der andere Sänger stand still daneben.

„Und das ist Christoph“, flüsterte sie und wir gaben uns die Hand. Er war ein großer, ruhiger Mann mit aristokratischer Haltung. Plötzlich fielen mir meine tränennassen Wangen ein und ich wünschte, ich hätte einen Lippenstift.

„Sehr erfreut, Sie zu treffen“, sagte er in der korrekten Manier, an der die Deutschen den guten familiären Hintergrund erkennen. Sein Lächeln war ehrlich und sein Händedruck warm.

„Sehr erfreut, Sie zu treffen“, sagte er in der korrekten Manier, an der die Deutschen den guten familiären Hintergrund erkennen. Sein Lächeln war ehrlich und sein Händedruck warm.

„Das war sehr schön“, sagte ich zu dem Priester mit gedämpfter Stimme und irgendwie verlegen. „Hat es Ihnen gefallen?“, fragte der Priester und ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Es war also das erste Mal für Sie?“

„Ja“, gab ich zu. „Ich hätte ja nie gedacht…“

„Ich habe sie mit her gebracht, Pater“, sagte Jennifer grinsend.

„Sie sind zweifelsohne eine vielbeschäftigte Person in der Klinik, oder?“, sagt der Priester, immer noch lächelnd.

„Ich bin…“, sagte ich zögernd, unsicher, was ich antworten sollte.

„Vielleicht möchten Sie sich uns zum Abendessen anschließen?“, fragte er herzlich.

„Jetzt?“, sagte ich völlig perplex.

„Ja, jetzt“, sagte Christoph mit einem neckenden Lächeln. Ich mochte seine dunklen Augen. „Ihre  Jennifer hat uns ihre lässige amerikanische Lebensart gelehrt. Wir gehen oft einfach mal nach der hl. Messe zusammen was essen.“

„Und ein Glas Wein ist da Pflicht“, sagte Josef lachend. „Gehn wir?“

Als wir die Kirche verließen, beobachtete ich, wie jeder meiner Begleiter kurz niederkniete, und sich dann bekreuzigte, die Augen zum Altar gerichtet. Draußen zitterten wir in der kalten Nachtluft.

„Wo auch immer die katholische Sonne scheint…“, sagte Jennifer auf Englisch.

„…da ist immer Freude und guter Rotwein.“, Christoph lächelte breit und führte ihren Satz zu Ende.

„Zumindest ging es mir immer so…“, fuhr Josef fort, der seinen Arm um Jennifer gelegt hatte.

„…Benedicamus domino*“, schloss der Pater und lächelte mir zu. Alle lachten.

„Was bedeutet das?“, fragte ich amüsiert, aber verwirrt.

„Ein sehr cleverer Engländer hat das geschrieben“, erkläre Jennifer grinsend. „Ein Mann namens Hilaire Belloc.“

„Nur ein Engländer“, sagte Josef neckend und zwinkerte Jennifer zu.

„Ein Genie!“, rief der Pater lachend.

Als wir zusammen durch die alten Straßen gingen, überkam mich ein seltsames Gefühl. Ich schaute hinauf zu Christoph, der neben mir ging, und erwiderte sein Lächeln. Ich fühlte mich irgendwie jünger.

Und leichter als Luft.

*“Wherever the Catholic sun doth shine,
There’s always laughter and good red wine.
At least I’ve always found it so.
Benedicamus Domino!”

(Hilaire Belloc)

Ein Update zur lateinischen Messe in Deutschland

Monika Rheinschmitt ist gelernte Informatikerin. Heutzutage allerdings hat sie ein wachsames Auge auf Zahlen, die Sie sich zu Studienzeiten nicht hätte vorstellen können – Entwicklungen im Katholizismus und das Wachstum der lateinischen Messe im deutschsprachigen Raum.

Die Stuttgarterin Monika ist die Vorsitzende von Pro Missa Tridentina, einer der aktivsten Organisationen weltweit, wenn es um die Unterstützung der lateinisches Messe geht. Seit 1990 war sie Editorin und Herausgeberin eines Newsletters, aus dem im Jahr 2010 das Magazin „Dominus Vobiscum“ wurde. Es erscheint zweimal im Jahr und wird in Deutschland, im Elsass, in der Schweiz, in Österreich, Liechtenstein sowie Belgien eifrig gelesen.

Frage: Erzählen Sie uns etwas über “Pro Missa Tridentina”. Wann und durch wen wurde diese Vereinigung gegründet?

“Pro Missa Tridentina” wurde im Frühjahr 1990 in Stuttgart gegründet als eine Vereinigung von Laien, die sich für die Verbreitung des überlieferten lateinischen Ritus der katholischen Meßfeier einsetzen. Wir arbeiten für die Förderung dieses „Alten Ritus“, indem wir katholische Laien unterstützen, die heilige Messen in diesem ehrfurchtsvollen und schönen Ritus mitfeiern wollen. Das beinhaltet die Organisation von Liturgischen Schulungen für Priester, Ministranten und Choralsänger sowie praktische Hilfen für einen konkreten Ort von der Formulierung von Briefen an Bischöfe bis zur Vorbereitung der ersten traditionellen lateinischen Meßfeier.

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Monika Rheinschmitt von Pro Missa Tridentina in Deutschland

Frage: Welchen Fortschritt können Sie in Deutschland erkennen seit dem Motu proprio von 2007?
Direkt nach dem Motu proprio von 2007 gab es einen sprunghaften Anstieg bei der Anzahl von Meßfeiern im Alten Ritus überall in Deutschland. Den Berichten über England und Amerika im Magazin „Regina“ entnehme ich, daß auch dort ein beeindruckendes Wachstum seit 2007 auftrat. Bemerkenswert an der deutschen Situation ist, daß es einen unmittelbaren Anstieg gab – auf mehr als das Dreifache der Anzahl von Meßfeiern innerhalb eines Jahres, gefolgt von einem schnellen Abflachen der Zuwachsrate.

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Pro Missa Tridentina organisiert Weiterbildungen für Priester in Deutschland, die die außerordentliche Form der Messe erlernen möchten.

Frage: Worauf führen Sie das zurück?

Die deutschen Bischöfe waren zuerst überrascht, reagierten dann  aber schnell und griffen hart durch: Sie behinderten das Entstehen weiterer traditioneller Me߬-Orte, obwohl ein solcher Kurs durch das Motu proprio offiziell verboten war.

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Deutsche Katholiken lernen Gregorianik in von Pro Missa Tridentina organisierten Kursen.

Q. Wie würden Sie das Wachstum der überlieferten lateinischen Messe in Deutschland charakterisieren?

Als wir 1990 begannen, gab es genau 4 öffentlich bekannte Meßfeiern in der überlieferten lateinischen Form in ganz Deutschland. Heute sind es etwa 150 Meßorte in Deutschland – und 36 in Österreich, 37 in der Schweiz, 4 in Liechtenstein, 4 im Elsaß, 1 in Luxemburg, 4 in Südtirol, 17 in Belgien und 12 in den Niederlanden; natürlich finden diese Meßfeiern nicht immer an Sonntagen statt.

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Frage:  Das ist wirklich ein beeindruckendes Wachstum! Wie wurde dies erreicht?

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Organisiert von Pro Missa Tridentina und anderen Gruppen unterstützen deutsche Katholiken die lateinische Messe auf Veranstaltungen wie beispielsweise dem Eucharistischen Kongress.

Durch äußerst harte Arbeit von vielen, vielen Laien und Priestern. Die meisten hatten einen wirklichen Kampf zu bewältigen, um eine Kirche zu finden, in der dieser Ritus gefeiert werden durfte, und um einen Priester zu finden, der bereit war, diesen Ritus zu erlernen und die heilige Messe zu feiern. Natürlich gibt es viele Bischöfe, welche die Bekanntmachung dieser Meßfeiern verbieten („keine Werbung!“), so daß der einzige Weg, wie Gläubige davon erfahren können, die Mundpropaganda ist – oder die Benutzung des Internet. Seit vielen Jahren betreibt Pro Missa Tridentina eine Website ( http://www.pro-missa-tridentina.org/  ), die nicht nur Informationen rund um die traditionelle lateinische Messe anbietet, sondern auch Meßort-Listen für mehrere Länder und einige Landkarten.
 

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Deutsche Priester und Laien singen gregorianische Gesänge.

Frage:  Eine solche Behinderung erscheint kontraproduktiv in einer Kirche, die rasant Mitglieder verliert – entweder durch natürliche Abnahme (Tod) – oder indem Katholiken einfach entscheiden, ab jetzt keine Kirchensteuer mehr zu bezahlen.

Ja, dies erscheint mir und auch vielen anderen kontraproduktiv zu sein. Aber das ist wohl keine rationale Entscheidung; in Wirklichkeit ist es mehr ideologischer Natur, ein derartiger Widerstand von Seiten dieser älteren Kleriker.

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Deutschlands barocke Kirchen wurden für die lateinische Messe gebaut. Hier wird sie wieder in Regensburgs Alter Kapelle gefeiert.

Frage: Wie sieht die Zukunft aus?

Seit vielen Jahren sehen wir, daß sich eine große Menge von jungen Leuten und jungen Familien für die überlieferte lateinische Messe interessiert, und ihr Glaube gestärkt wird. Viele hatten keinen guten Religionsunterricht; sie kennen ihren Glauben kaum, aber sie werden von der Schönheit und der ehrfürchtigen Feierlichkeit dieses altehrwürdigen Ritus angezogen.

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Bischof Klaus Dick war der Zelebrant in einer Heiligen Messe in St. Kunibert in Köln beim Eucharistischen Kongress 2013.

Sie bestehen darauf, auch die anderen Sakramente in dieser Form zu empfangen: von der Eheschließung bis zur Taufe, von der Erstkommunion bis zur Krankensalbung verlangen Katholiken in Deutschland, die Fülle der Gnaden zu empfangen, die ihre neue geistliche Heimat anbietet – die traditionelle lateinische Form des römischen Ritus.

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Taufe in der außerordentlichen Form in Maria Hilf, einer Gemeinde der Petrusbruderschaft in Köln.

 

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Deutsche Katholiken in einer lateinischen Messe in St. Kunibert beim Eucharistischen Kongress 2013 in Köln.

Kontact: 

Monika Rheinschmitt
Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche, shortname: Pro Missa Tridentina; Fraschstr. 6, 70825 Korntal
eMail:  PMT.Stuttgart@t-online.de; Website: http://www.pro-missa-tridentina.org/
Phone: +49 711 8387877+49 711 8387877

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